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Fünf Jahre IBM: Eine Betrachtung der Aktienrendite

Vor fünf Jahren hätten Anleger, die in die IBM-Aktie investiert hätten, eine spannende Entwicklung der Rendite erlebt. Ein Blick auf die Zahlen und die Hintergründe.

Felix Weber//2 Min. Lesezeit

Fünf Jahre. Für einige mag das wie eine kleine Ewigkeit erscheinen, für andere wie ein kurzer Atemzug. Betrachtet man jedoch die Entwicklung der IBM-Aktie seit 2018, so wird die Zeitspanne zu einer entscheidenden Periode.

Im Jahr 2018 war IBM nicht das, was man als heißes Investment bezeichnen würde. Der Kurs bewegte sich um die 150 Euro-Marke, und die Gespräche über den Technologiekonzern beschränkten sich häufig auf die Herausforderungen, denen sich das Unternehmen gegenübersah. Der Wandel von einem traditionellen IT-Dienstleister hin zu einem Anbieter neuartiger Technologien war nicht ganz einfach. Den Investoren vergeht da schon einmal die Geduld.

Ein Blick auf die Rendite

Doch nehmen wir an, man hätte sich entschlossen, in diese vermeintlich schlafende Schönheit zu investieren. Ein Investment von 1000 Euro im Jahr 2018 hätte bei einem Kurs von 150 Euro etwa 6,67 Aktien erworben. Es braucht ein wenig Rechenkunst, aber ersten Einblick in die Entwicklung kann man sich durch den heutigen Kurs verschaffen. Nach fünf Jahren, im Jahr 2023, hätte sich der Kurs auf etwa 130 Euro eingependelt. Ein leichtes Minus, wenn man die Kaufkraftverlust aufgrund der Inflation berücksichtigt. Verspricht da echt jemand einen Gewinn?

Natürlich muss die Dividende nicht unerwähnt bleiben. IBM hat sich seit Jahren als dividendenstark erwiesen. Bei einem jährlichen Ausschüttungsbetrag von etwa 6,50 Euro pro Aktie hätte der Anleger inzwischen etwa 43 Euro aus seinen 6,67 Aktien erhalten. Das klingt gleich viel besser. Ein zusätzliches Argument, warum man sich mit dem Unternehmen beschäftigen sollte.

Aber, und da liegt der Haken, der Kursverlauf zeigt nicht das große Auf und Ab, das man vielleicht bei anderen Technologieunternehmen beobachten kann. Hier wird es trocken. Macht das IBM zum schlechten Investment? Für den Langfristinvestor könnte der Verbleib im scheinbar stagnierenden Kurs durchaus als clevere Strategie betrachtet werden, während es sich für andere als Frustration entpuppt. Die Geduld wird unter Umständen nicht belohnt.

Wenn wir uns jedoch die gesamte Entwicklung des Unternehmens ansehen, stellt sich die Frage, inwieweit IBM in der Lage ist, den Spagat zwischen traditioneller IT und modernen Cloud-Lösungen zu meistern. Analysten sind sich uneinig: Die einen sehen das Unternehmen auf dem Weg der Besserung, die anderen sind skeptisch. Die konzerninternen Umstrukturierungen sind zwar notwendig, aber ob sie fruchten? Das bleibt abzuwarten.

So wird die Geschichte der IBM-Aktie trotz der anfänglichen Enttäuschung zum Spielplatz der Spekulation. Anleger, die vor fünf Jahren ein Investment getätigt haben, stehen heute vor einem lauwarmen Aufguss. Wer aber behauptet, dass Einblicke in Aktien und deren Entwicklung langweilig sind, hat das Wesen der Börsenwelt nicht verstanden.