Tantiemen in der Krise: Ein Bericht von «10 Dinge»-Star
Ein Star aus «10 Dinge» äußert sich kritisch zu Tantiemen und deren Nutzen. Was bedeutet das für die Kulturbranche?
Ich finde die jüngsten Äußerungen eines Stars aus «10 Dinge» über die Tantiemen in der Unterhaltungsbranche äußerst besorgniserregend. Es ist ermutigend, dass prominente Persönlichkeiten sich zu solchen Themen äußern, doch die Realität ist, dass die Tantiemen für viele Künstler nicht das sind, was sie einmal waren. Die Krise, die sich hier anbahnt, betrifft nicht nur die Stars selbst, sondern die gesamte Kulturbranche.
Erstens zeigt die Erfahrung des Schauspielers, dass die finanziellen Anreize, die Tantiemen versprechen, oft nicht der Realität entsprechen. Viele Künstler verlieren den Überblick über die unterschiedlichen Kanäle, durch die ihre Werke monetarisiert werden. Streaming-Dienste zahlen so geringe Beträge, dass die Tantiemen für einen einzelnen Film oder ein Lied weit entfernt sind von dem, was es braucht, um ein nachhaltiges Einkommen zu erzielen. Diese Diskrepanz führt dazu, dass viele Künstler gezwungen sind, nebenbei noch andere Jobs anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Das untergräbt die Kreativität und Qualität ihrer Arbeit, denn wie kann man sich voll und ganz auf Kunst konzentrieren, wenn der finanzielle Druck so groß ist?
Zweitens sind die Anforderungen an die Künstler gestiegen. In der Vergangenheit gab es vielleicht einmal eine klare Trennung zwischen verschiedenen Medientypen, doch heute wird von den Künstlern erwartet, dass sie in vielen Bereichen tätig sind: Sie sollen Social Media bedienen, ihre Marken pflegen und häufig auch in Live-Veranstaltungen präsent sein. Das zieht nicht nur Zeit und Energie ab, sondern verschärft auch den Wettbewerb unter den Künstlern. Wenn die Tantiemen nicht mehr ausreichen, um einen Lebensunterhalt zu sichern, bleibt vielen nur der Weg, sich von der Kunst zu entfernen und sich mehr auf Vermarktung und Selbstdarstellung zu konzentrieren, anstatt auf das, was sie lieben.
Ein möglicher Einwand könnte sein, dass einige Künstler dennoch gute Einnahmen durch Tantiemen erzielen, vor allem die, die sich eine große Fangemeinde erarbeitet haben. Es ist richtig, dass es einige Ausnahmen gibt, die das System zu ihrem Vorteil nutzen können. Doch das spricht nicht für das System an sich. Die meisten Künstler fallen weit darunter, und die ungleiche Verteilung von Wohlstand in der Kulturbranche wird immer offensichtlicher. Deshalb ist es notwendig, diese Probleme offen zu diskutieren und Lösungen zu finden, die es den Künstlern ermöglichen, von ihrer Arbeit zu leben, ohne ihre Hingabe zu opfern.
Wir sollten die Stimme jener, die sich gegen das System aussprechen, ernst nehmen. Der Aufschrei der Künstler, der durch die Worte des «10 Dinge»-Stars verstärkt wird, ist ein Weckruf für die gesamte Kulturbranche. Es ist an der Zeit, dass wir uns fragen, wie wir die Kunst und die Künstler unterstützen können, ohne sie unter dem Druck eines unrentablen Tantiemensystems zu verlieren.